Das Video beginnt mit einer Absage. Der Nachname der Klientin ist falsch geschrieben, also verschiebt Edith die Analyse um einen Monat. „Wenn ich es mache, dann möchte ich es richtig machen." Danach analysiert sie eine andere Frau, Jahrgang 1978, deren Mutter früh starb.
Zwei Dinge machen dieses Video wertvoll: der Abbruch am Anfang und die Passage zum Umgang mit spirituellen Themen beim Kunden.
In diesem Video zeigt sie die ersten Schritte feiner als anderswo. Der Weg vom ersten Buchstaben zur fertigen Elternaussage.
Erster Buchstabe, Geburtsmonat und der Zehnerplatz im Geistbild werden gemeinsam gelesen. Erst aus dem Zusammenspiel dieser drei entsteht die Aussage über die Mutter, nicht aus einem davon allein.
9:06Die 3 beim Vater heißt für sie: will keine Verantwortung übernehmen. Daraus baut sie ein Bild des Mannes und prüft es an anderer Stelle. Beim Jahrgang 78 fehlt jede passende Zahl (3, 6 oder 9), was ihre Lesart stützt.
10:49Die Kombination 134 ist für sie nicht nur eine Elternaussage, sondern auch die Zahlenkombination für Umzug. Sie zieht solche Nebenbedeutungen heran, um weitere Fragen zu stellen.
11:22Liegt beim Vater die Zahl des Kindes und beim Kind die Zahl des Erwachsenen, hat ein Rollentausch stattgefunden. Dieselbe Regel wie bei Caroline Koch, hier auf den Vater angewandt.
20:31Ein wichtiger Umkehrschluss: ist der 7er-Platz belegt, gibt es kein Vaterthema. Kommen Vater und Tochter dennoch nicht klar, ist das sein Thema, nicht ihres. Diese Entlastung gibt sie dem Kunden ausdrücklich mit.
23:28Eine technische Feinheit, die sonst nirgends so klar vorkommt: eine 2 wird im Seelenbild zur 8. Solche umgewandelten Achten zählen nur zu 50 %. Von vier Achten bleiben so effektiv drei, und erst mit dieser korrigierten Zahl rechnet sie weiter.
24:03Sie sieht den Lösungsansatz früh, hält ihn aber zurück: „Würde ich an der Stelle jetzt noch nicht tun, sondern später, wenn wir da sind, wo sie heute steht. Weil jetzt interpretieren wir ja erst mal die Kindheit."
15:20Regeln aus diesem Video. Einige bestätigen frühere Funde, mehrere sind neu.
Eine 2 in Tag oder Monat wird im Seelenbild zur 8. Solche umgewandelten Achten gelten nur zu 50 %. Bei vier Achten rechnet sie deshalb mit drei weiter. Die konkreteste technische Regel im ganzen Archiv.
Sie verschiebt die komplette Sitzung um einen Monat, weil der Nachname falsch geschrieben war. Nur mit dem Geburtsdatum zu arbeiten lehnt sie ab: „Im Prinzip ist es ja immer das Datum und der Name zusammen integriert."
Ist der Elternplatz belegt, gibt es kein Elternthema. Gibt es trotzdem Streit, liegt das am Elternteil, nicht am Klienten. Der Umkehrschluss zum leeren Platz und ein starkes Beratungsargument.
Auf der Akasha liegen zwei Achten, also zu viel Energie. Ihre Folgerung: „Hier darf Energie weggenommen werden." Blockade heißt bei ihr nicht automatisch Mangel.
Die 14 (Selbstsucht) bei der Mutter findet sie bei der Tochter wieder. Ihre Begründung: „Kinder machen nicht das, was man ihnen sagt, sondern immer das, was wir ihnen vorleben."
Ergeben die ersten Zahlen eine 5, fragt sie: „Als du Baby warst, kann es sein, dass deine Mutter psychosomatische Belastungen hatte?" Meist zeigt die 5 dort eine instabile Psyche der Mutter an, die sich aufs Kind überträgt.
Ihre Formulierung für den Übergang beim Schuleintritt. Vorher spirituelle Anbindung, danach Verstand, weil man „gesellschaftsfähig gemacht" wird.
Sagt ein Kind, es habe die verstorbene Oma oder Engel gesehen, und die Erwachsenen sagen, es fantasiere, entsteht der Zweifel. Irgendwann sagt das Kind gar nichts mehr, und daraus wird ein Knoten.
Weil die 4 für Sicherheit steht, macht die Person nur den Mund auf, wenn sie sich sicher ist. Ein Beispiel dafür, wie die gedachte Zahl den leeren Platz nuanciert.
Bewusstseins- und Trennungsachse. Setzt man diese Menschen unter Druck, fühlen sie sich an die Wand gedrängt, und „von einer Sekunde auf die andere packt man den Koffer und geht".
Die Hände stehen für die Praxis. Sind beide leer, kommt der Mensch schwer ins Tun. Und ist nur ein Bein belegt, „steht man auch immer ein bisschen in Schräglage im Leben".
Zwei statische Fünfen am Solarplexus heißen zu wenig Energie: Melancholie, Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, dazu möglicherweise Probleme mit dem Verdauungsapparat.
„Bei Seelenmenschen ist es zu 95 % immer so, dass die sich einen Schutzpanzer um ihre Gefühlswelt herum aufgebaut haben." Solange die Seele nicht befreit ist, kann die Person nicht abnehmen, egal was sie tut.
Normalerweise heißt Verstand: ich will es verstehen, damit ich es tun kann. Beim praktischen Schlüssel ist es umgekehrt: ich muss es tun, damit ich es verstehen kann. Wer das nicht weiß, bleibt in der Denkschleife.
Sie zerlegt den Jahrgang schrittweise und nimmt oft auch das komplette Jahr. Beim Fall ergibt das die 28, was für sie unter anderem heißt: kann gut mit Suchtkranken arbeiten, weil die 28 die Sucht ist.
Bei einer 28 im Tag rät sie von der Alleinunternehmerschaft ab: die Person wird ausgenutzt. Selbstständigkeit ja, aber im Netzwerk, in einer Community oder mit dem Partner. Nicht mit der Freundin, „weil bei Geld hört die Freundschaft auf".
Ihr konkreter Tipp bei verschlossenen Gefühlen: eine Vertrauensperson, der man einmal alles erzählt, oder Tagebuch, oder Gedichte. „Das Emotionale muss einfach raus." Ohne Vertrauensbasis funktioniert es nicht.
Ein Kinderbild schön rahmen, sichtbar aufhängen und täglich fünf bis sieben Minuten mit dem Kind darauf reden. Dann diesem Kind Wünsche erfüllen, und seien es Kleinigkeiten. „Da fangen die meisten schon an zu heulen."
Diesmal geht es viel um Wirkung: wie der Berater beim Kunden ankommt und warum Perfektionismus die Beratung zerstört.
„Wenn ich es mache, dann möchte ich es richtig machen."
„Für uns ist nicht wichtig, war das in der Kindheit oder in der früheren Inkarnation. Wichtig ist, dass wir der Kundin sagen können, wie es gelöst werden kann."
„Das dürft ihr euch wirklich angewöhnen, die Namensanalyse viel detaillierter zu lesen. Das ist das, wo ihr den Kunden sowas von begeistern könnt."
„Wenn du perfektionistisch bist und du willst es perfekt machen, dann wirkst du verkrampft. Und das kommt beim Kunden verkehrt an."
Alessandra, Jahrgang 1978, zum Aufnahmezeitpunkt 45 Jahre alt. Die Mutter starb früh, der Vater übernahm keine Verantwortung. Edith kennt die Person nicht, die Vermittlerin steuert nur wenige Fakten bei.
Was in diesem Video ungeklärt bleibt oder auffällt.
Dass umgewandelte Zahlen nur zu 50 % zählen, sagt sie als Faktum. Woher der Wert kommt und ob er für alle Umwandlungen gilt, bleibt offen. Für die Fachvertiefung ein Punkt, den du sauber herleiten müsstest.
Anders als beim Mann von 1920 gibt es hier kaum Rückmeldung zur Lebensgeschichte. Die einzige harte Bestätigung ist der früh verstorbene Mutter und der erste Eindruck der Vermittlerin.
Die eigentlich geplante Analyse (Sabine zur Linden) wurde auf den 28.2. verschoben. Wenn dieses Video existiert, wäre es die Fortsetzung und vermutlich ebenfalls ergiebig.