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Methoden-Archiv · Namensanalyse

Wie Edith aus Zahlen eine Geschichte macht

Schulung vom 23.1.23. Edith Steller analysiert einen verstorbenen Mann, Jahrgang 1920, vom ersten Buchstaben bis zur Berufung. Diese Seite hält nicht fest, was sie sagt, sondern wie sie vorgeht und woran sie ihre Schlüsse festmacht.

76 Minuten Edith Steller 23.1.2023 Schwerpunkt Namensanalyse Video öffnen ↗

Der Kern

Edith deutet keine Einzelzahlen. Sie stellt eine These auf, sucht die Bestätigung an einer zweiten Stelle und verbindet beide zu einer Aussage über einen Menschen. Ihr eigener Satz dafür fällt bei 31:02: „und so kriegt ihr dann die Puzzleteilchen zusammen, dass daraus Geschichte wird."

Ediths Ablauf

Die Schritte in der Reihenfolge, in der sie sie im Video tatsächlich geht. Zeitstempel führen direkt an die Stelle im Video.

1

Die ersten zwei Buchstaben

Startzahl aus Buchstabe 1, dann Buchstabe 2 dazu. Aus der Summe liest sie die Prägung der Kindheit. Beim Fallbeispiel: 5 und 9 ergeben 14, für sie keine Liebesehe der Eltern, sondern eine Zweckgemeinschaft.

0:34  ·  9:14
2

Der erste Vokal

Zeigt die Sensibilität. Beim „i" sagt sie: sehr feinfühlig, und bei einem Schicksalsschlag „fällt dieses i um und steht nicht mehr von alleine auf". Sie prüft die Feinfühligkeit sofort im Geburtsdatum gegen.

3:02
3

Die Elternachse

Mutter über die 5, Vater über die 9. Danach sofortiger Abgleich mit dem Pentagramm: ist der Mutterplatz belegt, ist der Vaterplatz leer. Grundregel, die sie explizit ausspricht: die Mutter ist für den emotionalen Bereich zuständig, der Vater für den praktischen, also dafür, wie etwas in die Umsetzung geht.

1:54  ·  5:53
4

Anteile zählen: Seele, Geist, Praxis

Sie zählt die weiblichen und männlichen Zahlen aus und verteilt sie auf Seele, Geist und Praxis. Beim Fall: 8 Anteile Seele, 6 Geist, 0 Praxis. Ihr Schluss in einem Satz: „mit Sicherheit ein Mann, der überhaupt nicht mit den Händen arbeiten sollte." Dieser eine Befund trägt später die gesamte Berufsdeutung.

6:26
5

Zuerst die leeren Plätze

Bevor sie irgendetwas Positives sagt, geht sie die leeren Plätze durch. Ihre Ansage an den Kunden dabei: in den ersten vier, fünf Jahren wird man geprägt. Sie zählt die leeren Plätze und rechnet sie in einen Prozentsatz um: vier leere Plätze heißt für sie, der Mensch war in jungen Jahren zu 40 % fremdbestimmt.

14:29  ·  17:53
6

Links gegen rechts

Sind die meisten Zahlen links, will der Mensch viel, kommt aber nicht in die Umsetzung. Rechts sitzen für sie die Macher. Ob die Zahlen grün oder rot sind, spielt bei dieser Frage ausdrücklich keine Rolle.

18:28
7

Das Persönlichkeitsprofil

Erst jetzt die zehn Persönlichkeitsaspekte. Ihre Formulierung gegenüber dem Kunden: alle zehn dürfen gelebt werden, wer einen auslässt, bekommt an dieser Stelle Herausforderungen.

19:34
8

Typus und Typwandel

Achter Typ aus 17, Wandel zum Neuner mit 27. An jedem Wandel schaut sie in die Pyramide, was in diesem Lebensalter steht, und sucht dort das auslösende Ereignis. Beim Fall findet sie an beiden Stellen einen Todesfall.

25:52  ·  43:12
9

Die Bilder

Geistbild, Seelenbild, Körperbild. Wichtig ist ihr die Wirkungsdauer: das Seelenbild wirkt nur bis zum Schuleintritt. Und beim Typwandel verändern sich die Bilder, ein Talent kann danach schlicht weg sein.

44:21  ·  44:55
10

Talente und Berufung zuletzt

Bewusst ans Ende gesetzt. Ihre Begründung: die Geburtszeit wirkt sich ab 40 aus, also müsste sie sonst zweimal anfangen. Und sie sagt nie, welcher Beruf der richtige ist, sondern nur, was im Beruf enthalten sein muss.

23:36  ·  55:57

Das Regelwerk

Jede Regel so, wie sie im Video begründet wird. Zeitstempel zum Nachhören.

Prägung und Kindheit

Kein Lob vom Vater → beruflicher Ehrgeiz

Bekommt ein Junge in der Kindheit kein Lob und keine Anerkennung vom Vater, lebt er das später beruflich im Ehrgeiz aus. Er holt sich im Beruf, was er zu Hause nicht bekommen hat. Edith sagt dazu „da könnte hundertprozentig darauf gehen".

Fehlt Vater und Selbstbewusstsein → Sohn wird zum Partner der Mutter

Ist der Vater nicht präsent, übernimmt der Sohn die Vaterrolle und fühlt sich für die Mutter verantwortlich. Bei Mädchen sieht sie das deutlich seltener. Zeichen dafür ist die 10 zwischen Mutter und Sohn.

Die 2 an erster Stelle im Tag → Illusionskind

Kinder mit der 2 an erster Stelle träumen vor sich hin, denken sich Dinge schön und bauen sich eine Illusionswelt auf, in der sie schwierige Verhältnisse ertragen können.

Viele Geistzahlen → Anbindung, die mit 7 gekappt wird

Wer viele Geistanteile hat, hatte in der Kindheit eine hohe Anbindung ans Göttliche. Mit dem siebten Lebensjahr wird der Verstand geschult, der Zugang geht verloren. Ab etwa 40 setzt die Suche danach wieder ein.

Leere Plätze und Häufungen

Bei leeren Plätzen keine gedachte Zahl

Die gedachte Zahl auf einem leeren Platz interessiert sie in diesem Schritt ausdrücklich nicht. „Das würde ich bei den leeren Plätzen nie berücksichtigen." Das kommt später.

Leerer 8er-Platz → kann nicht genießen

Menschen mit leerem Achterplatz haben nie gelernt zu genießen, nichts zu tun, faul zu sein.

Leerer 9er-Platz → kann nicht annehmen

Bei einem Geschenk kommt sofort „das wäre doch nicht nötig gewesen" oder der Gedanke, wie man sich revanchieren kann.

1, 4 und 7 leer → kein Urvertrauen

Fehlen Selbstbewusstsein, Selbstliebe und Selbstwert gemeinsam, fehlt das Urvertrauen komplett. Ihr Bild dafür: „so wie wenn man auf der Suche nach sich selber ist". Kunden beschreiben es als „ich habe nie gewusst, soll ich rechts gehen oder links".

Häufung braucht in der Namensanalyse drei Zahlen

Zwei gleiche Zahlen sind noch keine Zahlenhäufung. Erst ab drei spricht sie davon.

Zwei Zweien alt, drei Zweien übertrieben

Zwei Zweien sind eine uralte, bis heute unerledigte Verletzung. Drei Zweien werden zur Übertriebenheit und gehen zu Lasten des 1er-Platzes (der Wille schwankt) und des 3er-Platzes (das Talent wirkt nur noch halb).

Mehr als drei Neunen → Suchtthema

Drei Neunen sind große Emotionen. Ab der vierten wird es ein Suchtthema, wobei Sucht für sie ausdrücklich auch „auf der Suche sein" heißen kann, nicht nur Alkohol oder Drogen.

Alle Häufungen lösen sich in der 6

Ihr Aha-Moment im Video: drei Zweien ergeben 6, drei Fünfen ergeben 6, drei Achten ergeben 6. „Es ist immer der Lösungsansatz die Sechs." Und die 6 heißt Mut, Entscheidung, Familie.

Zielzahl und Begriffe

Die Zielzahl ist immer die letzte Zahl

Von den drei Zahlen ist nur die letzte die Zielzahl. Die zwei davor sind der Weg dorthin und erlauben die Feinunterscheidung: eine 8 aus 53 ist etwas anderes als eine 8 aus 44.

Zielzahl im eigenen Namen → man kann sich selbst helfen

Stehen die drei Zahlen im eigenen Namen, kann man sich selbst helfen. Fehlen sie, ist man auf die Hilfe anderer angewiesen. Die Reihenfolge (53 oder 35) spielt dabei keine Rolle.

Begriffe als Pyramide rechnen

Sie arbeitet „ganz ganz viel" mit Begriffen. Im Fall rechnet sie das Wort Tochter zur Zielzahl 426 und sucht diese Zahl in der Namenspyramide des Mannes. Wo sie auftaucht, war Vaterschaft angelegt.

Die gespiegelte Zielzahl zählt mit

426 und 624 gelten beide. Im Fallbeispiel findet sie beide Varianten, einmal normal und einmal gespiegelt.

Gesundheit, Beruf, Partnerschaft

Der Körpertyp sagt, was krank macht

„Körpertyp sagt der Bär, oder: was macht dich krank." Beim Fall Körpertyp 7, und die 7 steht unter anderem für Belehrung. Ihre Anschlussfrage lautet dann: wer hat dich in deiner Kindheit belehrt?

Die Psyche über und unter der Zahl lesen

Zahl darüber und Zahl darunter zeigen, wie es dem Menschen in dieser Lebensphase psychisch geht. Die Zahlen werden dabei immer auf das jeweilige Thema übertragen, nicht wörtlich genommen.

Fehlt eine Zahl im Datum, kann der Name sie ersetzen

Eine im Geburtsdatum fehlende Zahl heißt nicht, dass die Qualität fehlt. Der Name kann sie liefern. Im Fall hat der Mann keine 5 im Datum, aber eine starke 5 im Namen und war ausgezeichnet im Verkauf.

Mehr weibliche als männliche Anteile → der loyale Mann

Männer mit mehr weiblichen Anteilen helfen im Haushalt und stehen zu 100 % hinter ihrer Frau. Sie trennen sich fast nie. Die Klage der Partnerin lautet dann, er setze sich zu wenig durch.

Die 6 als größtes Bedürfnis → Liebe über Leistung

Wer die 6 als größtes Bedürfnis hat, braucht Frieden und Harmonie, geht Streit aus dem Weg und läuft Gefahr, Liebe über Leistung zu holen. Im Beruf ist ihm das Betriebsklima wichtiger als das Geld.

Spirituelles Dreieck oben, unten leer → abgehoben

Ist oben das spirituelle Dreieck belegt und unten nichts, leben diese Menschen nicht in der Realität. Kein Plan, kein Konzept, sondern von A nach B, oft mit der Haltung „das wird schon irgendwie gut gehen".

Das größte Talent aus Jahrgang plus Monat

Sie zerlegt den Jahrgang und nimmt den Monat hinzu. Im Fall ergibt das die 15: Magie, Empathie, Menschen um den Finger wickeln. Quersumme wieder 6.

Poesie ist die 2, nicht die 3

Ein Beispiel dafür, wie sie Zahlen gegen die naheliegende Zuordnung abgrenzt. Die 3 steht für Wort und Schrift, deshalb tippen die meisten auf sie. Aber Poesie ist Gefühl, also die 2. Und die 2 passt harmonisch zur 8, während 3 und 8 sich als Achse gegenüberstehen.

Das Beratungshandwerk

Der Teil, der nicht Numerologie ist, sondern Gesprächsführung. Genau hier entscheidet sich, ob eine Analyse trifft oder wie eine Aufzählung wirkt.

„Und so kriegt ihr dann die Puzzleteilchen zusammen, dass daraus Geschichte wird."

„Ich kann Ihnen nicht sagen, welcher Beruf der richtige ist für Sie. Ich kann Ihnen aber sagen, was in Ihrem Beruf alles drin sein sollte, damit Sie glücklich und zufrieden sind."

„Das ist das, was ihr noch ganz ganz viel ausbauen dürft, weil das erzeugt dann diese Geschichte."

Der Fall

Ein verstorbener Mann, Jahrgang 1920. Edith arbeitet bewusst mit einem Verstorbenen, damit sie den Namen nicht verdecken muss. Der Wert dieses Falls: sie kennt den tatsächlichen Lebensverlauf und kann jede Deutung an der Wirklichkeit prüfen.

Geburtsdatum
2.12.1920
Startzahl 5, erster Vokal i
Anteile
8 · 6 · 0
Seele, Geist, Praxis
Typus
8 → 9
Achter aus 17, Wandel mit 27
Eigene Zielzahl
538
taucht in der Pyramide wieder auf

Was sie las und was tatsächlich geschah

  • Kein Praxisanteil, trotzdem Feinmechaniker. Sie liest, dass der Mann nicht mit den Händen arbeiten sollte, und findet später den Grund: die Familie bestimmte die Lehre, weil der ältere Bruder den Gastronomiebetrieb übernehmen sollte. Der leere 6er-Platz (Beeinflussung durch Familie) liefert die Bestätigung.
  • Der Bruder verunglückt, der Beruf kippt. Mit 27 stirbt der Bruder bei einem Traktorunfall, der Mann übernimmt die Gastronomie. Genau hier liegt der Typwandel vom Achter zum Neuner. Seelentyp 2 („ich brauche den Austausch mit dem Du") passt zur Gastronomie, nicht zur Feinmechanik.
  • Die verborgene Tochter. Das Wort Tochter ergibt die Zielzahl 426. Diese Zahl findet sie zweimal in seiner Pyramide, einmal normal und einmal gespiegelt. Tatsächlich zeugte er 1959 eine Tochter, von der er rund 30 Jahre nichts wusste. Der erste Kontakt fiel 1978 auf eine Stelle, an der 426 erneut auftaucht.
  • Ihre eigene Grenze. Zu dieser Passage sagt sie selbst: „kann man nicht unbedingt mit der Ratio erklären."

Offene Punkte

Was in diesem Video ungeklärt bleibt oder auffällt. Diese Liste ist der Anschluss an die nächsten Videos.

Die Namensanalyse blieb grob

Sie sagt am Ende selbst: „die Namensanalyse haben wir jetzt nicht im Detail gemacht". Die Detailtiefe, die du für die Fachvertiefung brauchst, muss aus anderen Videos kommen, etwa der Schulung vom 28.11.23 zu Caroline Koch.

Zwei Rechenwege für den Typ

Auf Nachfrage einer Teilnehmerin räumt sie ein, dass die Software den Typ anders rechnet als die Grundausbildung, weil dort ein Teil der Business-Ausbildung einfließt. Das Endergebnis sei gleich, die Zahlen aber nicht. Ein Widerspruch, der ungelöst im Raum stehen bleibt.

Der 3er-Platz: Geschwister oder Mutter?

Eine Teilnehmerin fragt nach, warum die Null auf dem 3er-Platz die Geschwister meint und nicht die Mutter. Ediths Antwort bleibt an dieser Stelle unscharf und stützt sich auf das, was der Klient erzählt hat. Eine klare Regel gibt sie nicht.

Zahlen aus dem Untertitel-Transkript

Die automatischen Untertitel schreiben gesprochene Zahlen gelegentlich falsch („Sex" statt „sechs", „die neuen" statt „die Neunen"). Alle Zahlenangaben auf dieser Seite sind aus dem Kontext rekonstruiert. Bei den Kernregeln habe ich gegengeprüft, einzelne Nebenzahlen können abweichen.